Amphibienwanderung

Seefrosch am UferJedes Jahr im Frühjahr ist es soweit: Unsere Amphibien beginnen mit ihrer Wanderung. Viele ehrenamtliche Helfer sind jetzt damit beschäftigt jeden morgen und Abend unseren quakenden Freunden den sicheren Weg in Ihre Laichgewässer zu ermöglichen.Aber warum nehmen eigentlich Frösche, Kröten und Molche die beschwerliche Reise auf sich? Nun, das liegt daran dass die meisten Amphibien ihr Dasein an Land verbringen, nur zur Laichzeit müssen sie Gewässer aufsuchen um Ihren Laich dort abzulegen, denn die Larven (z.B. die allseits bekannten Kaulquappen) sind an Wasser gebunden und besitzen im Gegensatz zu den erwachsenen Tieren Kiemen. Sie können an Land nicht atmen.
Nach einer von Art zu Art unterschiedlichen Wachstumsphase verwandeln sich die Larven dann in erwachsene Tiere und verlassen nun wieder das Wasser um im nächsten Jahr erneut an ihren Geburtsort zurückzukehren. Die Tiere wissen dabei genau wo Sie hin müssen und wandern im Laufe des Jahres, wie z.B. die Erdkröte, bis zu 2km von Ihrem Geburtsgewässer ab. Pünktlich zum Frühjahr kehren Sie dann zurück. Und hier liegt das Problem: Die Natur hat natürlich, zu der Zeit als die Amphibien entstanden, den Straßenbau und Autos nicht einplanen können. Dies ist nun auch der Grund warum ohne unsere Hilfe viele tausende Amphibien jährlich umkommen würden. Durch entsprechend aufgestellte Zäune an den Wanderstrecken werden die Amphibien davor bewahrt auf die für sie gefährlichen Straßen zu laufen und entgehen so dem sicheren Tod. Natürlich ist es nicht möglich alle Tiere zu retten, denn dafür fehlen oftmals Gelder, Möglichkeiten und häufig auch genügend Helfer um die Arbeit die hierdurch anfällt zu bewältigen. Erdkröten im Eimer
Aber: JEDER KANN SEINEN TEIL BEITRAGEN: Helfen Sie den vielen engagierten Amphibienschützern, indem Sie sich an die aufgestellten Geschwindigkeits- begrenzungen halten. Denn wer dies nicht tut gefährdet die Menschen die täglich an den Zäunen entlanglaufen um die Tiere einzusammeln. Außerdem führt der durch hohe Fahrgeschwindigkeiten hervorgerufene Fahrtwind dazu, dass die Zäune weggedrückt und somit "löchrig" werden. Dann können die Amphibien wieder ungehindert auf die Straße laufen und werden überfahren. Somit wäre alle Arbeit zunichte gemacht. Hier ist eines Jeden Verständnis gefragt, denn die Natur kann ohne uns überleben, wir aber nicht ohne die Natur. Jedes Lebewesen auf unserer Erde hat seine Daseinsberechtigung, das sollte keiner von uns vergessen…